Gesundheitsamt Tulsa – Epidemiologieprogramm
Hautausschläge sind zwar leicht zu erkennen, können aber leicht missverstanden werden. Viele Ausschläge sind harmlos und verschwinden von selbst. Andere können frühe Anzeichen einer Erkrankung sein. Manche Ausschläge sind ansteckend (können sich auf andere ausbreiten), andere hingegen nicht. Wenn Sie den Unterschied kennen, schützen Sie Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen.
Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie zeigt oft frühzeitig Anzeichen von Krankheiten. Ein Hautausschlag kann folgende Ursachen haben:
• Die Haut reagierte auf etwas, das sie berührte.
• Der Körper bekämpft eine Infektion
• Es liegt eine ansteckende Krankheit vor
Die Berücksichtigung anderer Symptome wie Fieber, Husten oder Müdigkeit hilft dabei, die nächsten Schritte festzulegen.
Nicht alle Hautausschläge sind ansteckend.
Nicht ansteckende Hautausschläge
Diese Hautausschläge sind nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.
Allergische oder irritative Hautausschläge
Dies geschieht nach dem Berühren von etwas Neuem, wie zum Beispiel Seife, Waschmittel, Pflanzen oder Metallen.
Häufige Anzeichen:
• Ausschlag in einem Bereich
• Juckreiz oder Rötung
• Beginnt kurz nach dem Kontakt
• Kein Fieber
• Nicht ansteckend
Umweltbedingte oder stressbedingte Hautausschläge
Beispiele hierfür sind Hitzepickel, Insektenstiche oder Stressschübe.
Chronische Hauterkrankungen
Erkrankungen wie Ekzeme, Rosazea oder Psoriasis können im Laufe der Zeit in Schüben auftreten. Es handelt sich dabei um andauernde (chronische) Erkrankungen, die nicht ansteckend sind.
Manche Hautausschläge sind Teil von Infektionen.
Manche Infektionen verursachen Hautausschläge, die sich zusammen mit anderen Symptomen wie Fieber oder Müdigkeit ausbreiten können. Einige dieser Infektionen sind ansteckend. Andere erfordern direkten Hautkontakt zur Übertragung. Wichtiger Unterschied: Tritt ein Hautausschlag zusammen mit Fieber, Husten oder starkem Krankheitsgefühl auf, kann dies auf eine Infektion hindeuten, die ärztlich untersucht werden muss.
Beispiele:
• Bakterielle Infektionen (Impetigo)
• Pilzinfektionen (Ringelflechte)
• Virusinfektionen (Windpocken oder Masern)
Hoch ansteckende Hautausschlagerkrankungen
Bestimmte Krankheiten verbreiten sich leicht in Schulen, Kindertagesstätten, am Arbeitsplatz und in gemeinsam genutzten Wohnräumen. Beispiele hierfür sind Masern, Windpocken, Hand-, Fuß- und Mundkrankheit sowie Mpox.
Diese Hautausschläge können sich schnell ausbreiten, Blasen bilden und/oder zusammen mit Fieber oder Müdigkeit auftreten. Werden sie nicht frühzeitig erkannt, können sich ansteckende Hautausschläge durch engen Kontakt rasch verbreiten.
Was tun bei einem Hautausschlag?
Wenn Sie oder jemand in Ihrem Haushalt einen Hautausschlag entwickelt:
• Vermeiden Sie engen Kontakt, bis Sie die Ursache kennen.
• Waschen Sie Ihre Hände häufig
• Nicht kratzen
• Offene oder unbedeckte Hautausschläge abdecken
• Achten Sie auf Fieber oder andere Symptome
Bei folgendem Ausschlag sollten Sie ärztlichen Rat einholen:
• Verbreitet sich schnell
• Tritt in Verbindung mit Fieber oder Krankheit auf
• Verbessert sich nicht
• Betrifft Kleinkinder oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem
Das Abdecken eines Hautausschlags kann den Hautkontakt verringern. Es verhindert jedoch nicht die Ausbreitung aller Infektionen. Manche Krankheiten verbreiten sich auch dann über die Luft oder durch engen Kontakt, wenn der Ausschlag abgedeckt ist. Eine frühzeitige Untersuchung schützt sowohl die eigene Gesundheit als auch die der Gemeinschaft.
Das Epidemiologieprogramm des Gesundheitsamtes von Tulsa hilft Ihnen gerne weiter. Rufen Sie uns unter unserer Epidemiologie-Hotline an. 918-595-4399 Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 17:00 Uhr.